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Presse: Gäste der Armenküche in Bender's Marie

RP vom 30.12.2008

(jeni) Für die elfjährige Nadja gehört es zu Weihnachten: Einmal im Jahr, nach den Feiertagen, bewirten ihre Eltern im „Bender's Marie“ rund 200 Gäste, die nicht das Geld haben, um die Rechnung zu bezahlen. Gestern lud Inhaber Dirk Hoffmann zum zwölften Mal die Besucher der Armenküche ein. Putensteak mit Tomatensauce, Brokkoli und Butternudeln gab es für die Gäste. Auch Getränke waren frei. Hoffmann hat mit der Aktion bisher gute Erfahrungen gemacht: „Im vergangenen Jahr kam eine Familie mit drei Kinder, die sich so etwas nicht leisten könnte. Zum Dank brachten sie gebackene Plätzchen für die Belegschaft mit“, erzählt er. Dass seine Tochter Nadja an diesem Tag hilft, findet er selbstverständlich. „Wir verwöhnen sie gerne, aber es ist auch wichtig, dass sie weiß, was Armut ist“, so Hoffmann. Mit der Aktion möchte er der Andreasgemeinde helfen, die die Armenküche betreibt. Als er vor 14 Jahren das „Bender's Marie“ übernahm, lief das Geschäft nicht gut. Pater Emanuel Renz, damals der Seelsorger der Gemeinde, unterstützte Hoffmann in den ersten Jahren. „Jetzt möchten wir etwas zurückgeben“, sagt Hoffmann. Seine Tochter Nadja begrüßt lächelnd jeden Gast und bringt das Essen. Auch Volker sitzt an einem ihrer Tische. Er kommt seit Jahren ins „Bender's Marie“ und ist auf das Essen der Armenküche angewiesen. Im Restaurant schmeckt es ihm besonders gut, obwohl er lieber die Spezialität des Hauses gegessen hätte. „Die Pute ist lecker, aber noch lieber mag ich Muscheln, und die sollen hier besonders gut sein.“

  

  

Armenküche zog für einen Tag ins Muschelhaus um

WZ vom 30.12.2008

Dirk Hoffmann ist nicht nur Wirt in der Bender's Marie, sondern hat auch ein Herz für andere. Darum lädt er einmal im Jahr die Gäste der Armenküche in sein Muschelhaus ein. „Das ist für sie immer eine Überraschung, denn die Einladung wird erst am Tag selbst bekannt gegeben“, freut sich der Altstadt-Wirt. Da Armenküche und Bender's Marie praktisch um die Ecke liegen, ist das kein Problem. Bereits zum zwölften Mal wurden die Armen und Obdachlosen dort bewirtet - zusammen mit ganz normalen Gästen. Hoffmann, dessen Tochter Nadja selbst als Kellnerin im Einsatz war: „Ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit der Aktion gemacht.“