HomeKontaktImpressum

 Weiter zu: aXept! - Altstadt-Streetwork und Zusammenarbeit (aktueller Jahresbericht)

 Weiter zu: Winterprojekt "Buscafé Untere Rheinwerft" 2003/4 und 2004/5

Notwendige Ergänzung: Sozialarbeit

Trotz - oder wegen? - des großen Einsatzes aller Beteiligten spürten wir schon lange, daß es eigentlich nötig wäre, eine weitere Person zu haben, die sich mit der nötigen Sachkenntnis um die immer wiederkehrenden Nöte der Gäste kümmert. Für unsere Mitwirkenden ist es oft belastend, bedrückende Geschichten immer wieder anzuhören, aber kaum oder gar nicht weiterhelfen zu können. So sind wir froh, daß seit April 1994 Frau Marion Gather als Sozialarbeiterin mit einer Teilzeitstelle in der Armenküche mitarbeitet. Sie ist da für Gespräche, Hilfe bei Ämterkontakten, Wohnungssuche usw. Frau Gather tut das in fachlicher Kooperation mit anderen Trägern, so daß die Armenküche auf ihrem Gebiet nicht isoliert neben anderen Einrichtungen arbeitet. Zwar hat sie nur ein sehr kleines Büro für Gespräche und ihre sonstige Arbeit, doch ist Frau Gather trotz aller Enge und Improvisation mit vollem Einsatz dabei. Zu ihren Aufgaben gehört auch Öffentlichkeitsarbeit in Gesprächen, Vorträgen und Predigten. Außerdem ist sie für die Ehrenamtlichen Ansprechpartnerin u.a. für fachliche Fragen.
Nach Terminabsprache bietet Frau Gather auch alternative Stadtführungen an, bei denen anschaulich das Leben auf der Straße mit all seinen Problemen dargestellt wird.

Schließlich hat die Armenküche im Oktober 1994 noch eine weitere Teilzeitkraft eingestellt. Herr Christian Piel ist Stellvertreter der Leiterin und vor allem wichtig an deren freien Tagen und in der Urlaubszeit. Er bewältigt auch schwerere Arbeit und garantiert die Sauberkeit unserer Räume. Seine freundliche und zupackende Art ist ein großer Gewinn.

Diese beiden weiteren Arbeitskräfte einzustellen, hat sich für eine dauerhafte Arbeit als unumgänglich erwiesen. Die jetzige Personalausstattung als ausreichende Basis für das alltägliche Geschehen am Burgplatz 3.

Ohne die Großzügigkeit vieler, vieler Menschen wäre das aber überhaupt nicht möglich gewesen!

Doch trotz allen Wachsens: die Armenküche möchte kein „großes Ding“ sein, auch nicht für alle Nöte zuständig werden. Sie bleibt ein Baustein für die Ärmsten in Düsseldorf, will zunächst einmal für ein Mittagessen sorgen und in anderen Dingen, wo immer nötig, dorthin begleiten, wo entsprechende Hilfsangebote existieren.